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Die größte Veränderung deines Lebens- Wie du dein Mindset auf Mama programmierst

  • 15. Apr. 2021
  • 3 Min. Lesezeit


Du bist sportlich und aktiv, stehst mitten im Job, hast ein reges Sozialleben – und nun bist du schwanger. Vielleicht erwartest du aber auch schon dein zweites oder drittes Kind und stehst an einem ganz anderen Punkt im Leben. Wo du dich gerade auch befinden magst: Ein Kind ändert verdammt viel. Das erste – und jedes weitere auch.

Worauf einen irgendwie keiner vorbereitet, ist, wie überwältigend die ersten Jahre als Mutter sein können. Wie eng man plötzlich mit diesem kleinen Menschlein verbunden ist und trotzdem noch das ganze restliche Leben wuppen soll: den Haushalt schmeißen, dem Job gerecht werden, die sozialen Kontakte nicht verlieren, diesen neuen Körper annehmen und lieben lernen, etwas Zeit für sich selbst finden, den eigenen Bedürfnissen nachkommen (und ich meine damit nicht, nur mal allein aufs Klo zu gehen) – und außerdem noch tausend kleine familienorganisatorische Dinge meistern (neue Garderobe für die Fuzzis zu fast jeder Jahreszeit, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, Koordination sämtlicher Kinderkurse und Arzttermine und so weiter und so fort).


Ich habe bei mir selbst und anderen Müttern erfahren, dass das, was du im Idealfall schon vor der ersten Geburt aufbaust, nicht nur exzellente organisatorische Skills und ein dickes Fell sind, sondern vor allem ein neues MINDSET. Wenn sich alles um dich herum verändert musst du das auch tun: Weg mit der Perfektion, weg mit dem alten Takt (der neue Taktgeber ist ja schließlich bereits da oder auf dem Weg), weg mit dem alten Selbstbild!

Mutter werden bedeutet mitunter einen Identitätsverlust – und das Festhalten an deiner alten Identität kann auf Dauer sehr schmerzhaft sein. Vielleicht weil das Loslassen schwer ist,weil du dich irgendwann selbst nicht mehr magst oder weil du deinen eigenen Maßstäben nicht gerecht wirst.

Was für ein Mindset brauchst du also?


· Erlaube dir vor allem, die erste Zeit ganz und gar deiner Erholung und deinem Kind zu schenken. Versuche, dich nicht auf so viel anderes zu konzentrieren. Hole dir schon vorab Unterstützung ins Boot, die sich in den ersten Wochen nach der Geburt um das Alltägliche kümmert. Aber auch weit darüber hinaus solltest du weitaus nachsichtiger mit dir selbst sein, als du es früher warst. Fünf mal pro Woche zu trainieren war vielleicht vorher dein Standardmaß, und vielleicht hättest du sogar manchmal die Zeit, aber eigentlich bist du so müde, dass Schlaf besser für dich wäre. Der Haushalt muss nicht immer tip-top sein, und wenn das Essen mal aus der Gefriertruhe kommt, geht davon auch nicht die Welt unter, erleichtert aber deinen Tag eventuell enorm.

· Sprich regelmäßig mit Freunden und besuche Babykurse! Der Austausch mit anderen ist so unglaublich wichtig, und viel zu viele Mütter vereinsamen in ihrer Isolation.

· Hol dir Hilfe, kommuniziere von Anfang an mit deinem Partner, Eltern und Freunden, dass du auch mal eine Auszeit vom Mamasein brauchst. Klar, Babys schlafen viel, aber du bist ja trotzdem immer mit einem Ohr dabei. Du brauchst aber auch Phasen, in denen deine Aufmerksamkeit ganz dir allein gelten sollte und du etwas machst, was deine Akkus wieder ein wenig auffüllt. Dafür ist Sport eine fantastische Idee! Nach dem Training fühlt man sich in aller Regel wohler und klarer im Kopf, man spürt sich selbst und bringt so die Gedanken zurück zu sich und ins Hier und Jetzt.

· Verabschiede dich von der Frau die du mal warst. Erkenne, dass du dich weiterentwickelt hast. Wenn du deinen Körper betrachtest und er sich nach Schwangerschaft, Geburt und einer eventuellen Stillzeit fremd anfühlt, dann erinnere dich daran, welches Wunderwerk er ist, dass er Leben erschaffen und zur Welt gebracht hat. Denke daran, dass dein Körper mitunter bis zu 3 Jahre und viel eigenes Engagement braucht, um sich von dieser enormen Beanspruchung zu erholen. Manches wird möglicherweise nicht wieder so wie es mal war, aber da auch du nicht dieselbe bist die du mal warst, ist das vielleicht nur richtig und im Sinne der Natur.


Transformation ist mitunter schmerzhaft. Schau dir dein Kind an, wenn es laufen lernt: Wie oft wird es hinfallen, wie oft in deine Armen weinen, wie lang wird der Prozess dauern? Mit der Zeit wird es aber immer sicherer und niemand würde ihm absprechen, dass es sich gelohnt hat. Du kannst das auch. Es passiert nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess, aber wenn du so früh wie möglich beginnst, mental die Weichen auf Veränderung zu stellen, überrollt es dich vielleicht nicht so sehr.

 
 
 

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